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Neue updates sowie aktuelle Themen finden Sie bei Indianer Nachrichten v. F. Langer, Weckruf für die weinende Erde! Update zu den Expansionsplänen beim Uranabbau des Unternehmens Crow Butte Resources Von Debra White Plume und Dave Frankel (Januar 2008) Übersetzt von Astrid Karsch. Bei Minustemperaturen und klarem Himmel erreichten wir das Mari Sandoz Haus auf dem Campus des Chadron State College in Chadron, Nebraska genau um 8.45 Uhr. Wir verstreuten ein wenig Tabak und sandten unsere Stimmen zu Tunkashila und den Geistern, dankten ihnen und baten um Unterstützung, Kraft und um ihre Anwesenheit bei unserem Kampf für den Schutz unseres heiligen Wassers, unseres Landes und aller Lebewesen. Durch unsere Gebete drangen die Geräusche, die uns der Wind zutrug, die Stimmen von vielen College-Studenten, die in ihre Klassenräume gingen. Wir konnten den gefrorenen Schnee unter ihren Schuhen knirschen hören, als sie an uns vorbeiliefen. Unsere kleine Delegation betrat den großen Raum, der gefüllt war vom goldenen Licht der Sonne, die durch die Glasdecke des Atriums schien. Innerhalb weniger Minuten war der provisorische Gerichtsraum voll von Menschen, neben den hundert Sitzplätzen gab es nur noch Stehplätze. Hoch geachtete Älteste im Alter von 80, 90 Jahren saßen neben College-Studenten im Teenie-Alter, gemeinsam mit Vertretern der Wissenschaftsfakultät des Chadron State College, mit Umweltschützern aus verschiedenen Prärieregionen, mit lokalen Ranchern und Landwirten sowie Stammesvertretern der Oglala Sioux, Studenten des Oglala Lakota College und den High Schools von Pine Ridge, neben Medienvertretern von Presse, Rundfunk und Fernsehen, die ihre Ausrüstung aufbauten. Die US-Atomregulierungskommission war durch drei Anwälte vertreten, die gemeinsam mit einem halben Dutzend Kommissionsmitgliedern aus Washington, D.C. eingeflogen wurden. Die Crow Butte Resources, Inc. wurde durch zwei Anwälte und mehrere Angestellte der Uranmine vertreten, sowie durch die internationale Unternehmensführung. Anlass der Zusammenkunft war eine Anhörung vor dem aus drei Richtern bestehenden Gremium der US-amerikanischen Atomlizenzbehörde. Ziel war die Entscheidung über eine durchzuführende öffentliche Anhörung im Zusammenhang mit dem Antrag der Crow Butte Resources, Inc. (CBR), ihren Uranabbau auf eine weitere In Situ Leach Uranmine, auf die „North Trend Uranium Mine“, auszuweiten. Sollte dieser Antrag erfolgreich sein, würde CBR die Erlaubnis erhalten, eine neue Uranmine nördlich von Crawford, Nebraska zu bauen. CBR besitzt zurzeit eine In Situ Leach Mine südlich von Crawford, die jährlich 800.000 Pfund „Yellowcake“ (Uranmasse) produziert. CBR ist eine Tochtergesellschaft der kanadischen Cameco, Inc., dem größten Uranproduzenten der Welt. Nach Angaben der US-amerikanischen Atomlizenzbehörde geschieht es seit 17 Jahren zum ersten Mal, dass ein Antrag auf Uranabbau einen solchen Widerspruch hervorruft. Widerspruch gegen den Antrag der CBR wurde eingelegt von Debra White Plume vom Stamm der Oglala Lakota aus Pine Ridge, South Dakota, sowie von Owe Aku (Bring Back the Way), einer nichtstaatlichen Grassroots-Bewegung, von Joe American Horse, Oglala Lakota, von der Slim Buttes Landnutzungskooperative aus Pine Ridge, South Dakota, von Tom Cook vom Stamm der Mohawk aus Chadron, Nebraska und von Bruce MacIntosh vom Western Nebraska Resources Council. Jeder der Antragsteller sollte seinen Standpunkt darstellen und sein Recht begründen, gegen die Entscheidungen der Atomregulierungsbehörde Einspruch zu erheben, seinen Einspruch gegen die Lizenzerteilung begründen und die jeweiligen Argumente mit Beweisen und Zeugenaussagen belegen. Die Interessen von Debra White Plume und Owe Aku wurden durch deren Anwalt Bruce Ellison vertreten, die Interessen von Tom Cook, Joe American Horse und Bruce MacIntosh sowie von deren Organisationen durch Anwalt David Frankel. Unsere Theorie zur bestehenden Gefahr einer Vermischung von kontaminiertem Material mit Grundwasserströmen wurde fachlich von Dr. LaGarry unterstützt, dem örtlichen Experten auf diesem Gebiet. Am Vorabend der Anhörung stellte uns das Southwest Research & Information Center (www.sric.org) ein wichtiges Dokument zur Verfügung einen Brief vom Institut für Umweltqualität Nebraskas (NDEQ) an die CBR vom 8. November 2007, in dem einem Antrag von CBR auf eine Ausnahmegenehmigung nicht stattgegeben wurde, da dieser Antrag die örtlichen Gegebenheiten nicht spezifisch genug darstellte und aktuelle Forschungsdaten einschließlich der Informationen von Dr. LaGarry im Antrag fehlten. Noch in dieser Nacht sandten wir eine Zusammenfassung der Forschungsergebnisse von Dr. LaGarry an die Berater der Gegenseite mit der Anmerkung, dass wir das Thema der Vermischung mit Grundwasserströmen an den Anfang der Diskussion stellen wollten und dies auch beantragen würden. Kurz vor der Anhörung übergab Anwalt Frankel Kopien des NDEQ-Berichtes an die Berater der Gegenseite und fragte sie, ob sie diesen Bericht kannten. Sie verneinten das, und wollten die Kopien erst annehmen, wenn diese Informationen von den Richtern als Beweismittel zugelassen würden. Die vorsitzende Richterin bat um Ruhe, und Frankel beantragte eine Änderung der Tagesordnung. Dagegen sprachen sich die Vertreter der Atomregulierungsbehörde und von Crow Butte Resources aus und die vorsitzende Richterin Anne Young legte fest, dass an der abgestimmten Tagesordnung festgehalten werden sollte. Frankel beantragte dann, die Forschungsergebnisse von Dr. LaGarry als Beweismittel Nr. 1 anzuführen, und den Brief des NDEQ als Beweismittel Nr. 2. Auch dagegen gab es Einspruch seitens des Atomregulierungsbehörde und von Crow Butte Resources, die anführten, dass sie diese Dokumente erst soeben erhalten hätten und keine Zeit zum Lesen gehabt hätten - obwohl sie diese Dokumente ja bereits im November erhalten hatten. Wir waren diejenigen, die diese Dokumente im Vorfeld nicht gesehen hatten. Ellison erinnerte die Richter während der Anhörung auch daran, dass bei einem Großbrand, der das Haus von Debra White Plume vor einigen Wochen vollständig zerstört hatte, viele Dokumente vernichtet wurden, und dass die Antragsteller immer noch dabei wären, die verlorenen Dokumente zu ersetzen. Die Richter erlaubten uns, während der Anhörung auf die Dokumente Bezug zu nehmen, forderten aber eine schriftliche Begründung für die verspätete Einreichung der Dokumente. Frankel zitierte aus dem Brief des NDEQ, in dem es hieß, dass Crow Butte Resources nicht in der Lage war zu beweisen, dass es keine Erdverwerfungen und Erdfalten gab, die Wasserströme zwischen den Minengebieten und den Grundwasserströmen der High Plains verursachen könnten. Wir stellten dann die Hintergründe unseres Antrags dar und begründeten die sechs Punkte unseres Einwands. Danach traten Chief Joe American Horse und Chief Oliver Red Cloud auf, beide Enkel von Häuptlingen, die die Verträge von Fort Laramie mit der US-Regierung in den Jahren 1851 und 1868 unterzeichneten. Chief American Horse trug traditionelle Festkleidung und stellte sich sowohl in Lakota als auch in Englisch vor. Er sprach darüber, welche Rolle das Wasser bei der Heiligen Schwitzhüttenzeremonie spielt und dass alle in die Gebete eingeschlossen sind. Chief Red Cloud sagte, dass alle Minen entsprechend den Verträgen auf Vertragsgebiet liegen und dass er als ein aus den acht Reservationen kommender Häuptling mit Interesse beobachte und höre, wie die Menschen hier über das stritten, was seinem Volk gehört. Die Richter sprachen mehrmals von einem Präzedenzfall und davon, dass hier viele Dinge erstmals zur Diskussion stehen, bei denen es keine anwendbaren Gesetze gebe. Die vorsitzende Richterin empfahl, sich mit Themen wie Stammesrecht und Vertragsrecht zu beschäftigen, mit indianischen Rechten, auch in Bezug auf religiöse Freiheit, dem Treuhänderrecht, der UN-Erklärung vom September 2007, indianischen Mineral- und Wasserrechten und weiteren Themen, die den Richtern Informationen über die zu berücksichtigenden Rechte der Indianischen Stämme liefern könnten. Während der Anhörung wurde auch klar, dass es keine öffentliche Anhörung gegeben hatte im Zusammenhang mit der vor kurzem an Crow Butte Resources erteilten Erlaubnis, die Menge des genutzten Wassers von 4.500 gpm auf 9.000 gpm zu erhöhen. Die vorsitzende Richterin forderte die Vertreter der Atomregulierungsbehörde auf, die Legalität dieser Erlaubniserteilung ohne öffentliche Anhörung zu beweisen. Dann stellte sich heraus, dass es ebenfalls keine öffentliche Information oder Anhörung gegeben hatte im Zusammenhang mit dem Transfer der Lizenz im Besitz der Crow Butte Resources, Inc. an die Firma Cameco, Inc.. Dies geschah in einer Serie von Geschäftsübertragungen in den Jahren 1996-1998. Der Anwalt von Crow Butte Resources erklärte, hierzu sei keine Anhörung nötig gewesen. Auch die Vertreter des NRC waren der Meinung, in diesem Fall sei eine Anhörung, wie sonst bei Lizenzübertragungen gefordert, nicht notwendig gewesen. Die vorsitzende Richterin forderte auch hier den Nachweis, dass die Lizenzübertragung ohne öffentliche Anhörung rechtens gewesen sei. Einer der Antragsteller, der Western Nebraska Resources Council, hatte vor einigen Jahren Klage eingereicht unter einem Gesetz des Bundesstaates Nebraska, das ausländischen Besitz an Uranminen verbietet. Crow Butte Resources überzeugte damals die Richter davon, dass es nicht wirklich eine ausländische Gesellschaft sei, da die Mehrzahl der Geschäftsführer Bürger der USA seien. Nun wurde Crow Butte Resources in Cameco Resources umbenannt, und auf der Webseite von Cameco ist zu lesen, dass sich Crow Butte Resources zu 100% im Besitz von Cameco befindet. Es war ein großartiger Tag vor Gericht. Worte, gesprochen in Lakota, wurden in das Protokoll aufgenommen, zwei Häuptlinge sprachen, wir haben die Möglichkeit erhalten, den Fokus auf indianische Rechte zu lenken und es wurde klar, dass wir hier eine gute Chance haben, Gesetze vor allem im Hinblick auf den „In Situ Leach“-Uranabbau festzulegen. Innerhalb der nächsten zwei Jahre werden 14 Anträge auf neue „In Situ Leach“-Uranminen an die US-Atomregulierungsbehörde gestellt werden. Der aktuelle Fall und die Schwierigkeiten, auf die Crow Butte bei seinen Expansionsplänen trifft, oder ein Stopp der Expansionspläne könnten die Entwicklung in eine neue Richtung zwingen. Wichtig sind jetzt Eingaben („Amicus Briefs“ = Stellungnahmen mit Begründungen durch interessierte, jedoch nicht am Prozess beteiligte Personen) von Nichtregierungsorganisationen oder Experten zu allen angesprochenen Themen, insbesondere zu indianischen Rechtsangelegenheiten und Gesetzen. Gestern saßen wir zusammen in einem Gebäude, das den Namen einer Frau trägt, die Crazy Horse geachtet hat, und wir brachten die Machenschaften ans Tageslicht, die das weltgrößte Uranunternehmen mit der Hilfe seiner Anwälte betreibt. Die Dunkelheit verschwand mit dem hereinbrechenden Licht, und als die Sonne unterging, waren wir zuversichtlich, dass es uns wenigstens mit einem unserer Punkte gelungen sein müsste, eine Anhörung zu erzwingen. Eine Entscheidung, ob eine Anhörung stattfinden wird, soll innerhalb der nächsten 45 Tage bekanntgegeben werden. Dann können noch Einwände gegen die Entscheidung vorgebracht werden. www.bringbacktheway.com www.uraniumisnotmyfriend.com http://de.wikipedia.org/wiki/Uran#Abbau http://www.atomenergie.ch/de/vorkommen.html#anchor_MIKWTJ http://www.uranrisiko.de/startseite/index.html http://www.ippnw.de/ http://www.lakota-village.de/content/einvolkstirbtleise.shtml http://www.nuclear-free.com/deutsch/whiteface.htm in englisch: Crying Earth Rise Up! Update on the Crow Butte Resources, Inc. Uranium Mine North Trend Expansion By Debra White Plume and Dave Frankel (January 2008) In freezing weather under a bright blue sky we arrived at the Mari Sandoz Building on the campus of Chadron State College in Chadron, Nebraska promptly at 8:45am. We offered tobacco with sending our voices to Tunkasila and the spirits, giving wopila and asking for guidance, strength and their presence in our work to protect our sacred water, land and all creation. Through our prayers, the freezing wind carried the voices of many college students as they talked and walked to their classes, we could hear the frozen snow crunching under their boots as they walked past us. Our small delegation entered the large room that was filled with golden sunshine from the glass ceiling of the atrium. Within minutes the makeshift courtroom was filled to capacity, there was standing room only in a room that seated a hundred. Respected elders in their 80’s and 90’s and teenage high school students sat with the science faculty of Chadron State College, environmentalists from the great plains region, and area farmers and ranchers filled the chairs beside staff from the Oglala Sioux Tribe, students from Oglala Lakota College andPine Ridge High Schools, and representatives from the print, radio, and television media manning their equipment. The Nuclear Regulatory Commission had 3 attorneys seated, along with half a dozen staff members, all flown in from Washington, DC. Crow Butte Resources, Inc. had their two attorneys and several staff from their uranium mine, and their American and international corporate offices. The occasion was a hearing in front of the three-judge panel of the Atomic Licensing Board of the US Government. The purpose of the hearing was to file an intervention to request a hearing regarding the application of the Crow Butte Resources, Inc. (CBR) Uranium Mine’s planned expansion to create a new In Situ Leach uranium mine called the North Trend Uranium Mine. If approved, the license would permit CBR to build and operate a new uranium mine north of Crawford, Nebraska. CBR currently operates an In Situ Leach (ISL) uranium mine south of Crawford, NE, producing 800,000 pounds of yellow cake per year. Crow Butte Resources, Inc. is owned and operated by Cameco, Inc. which is the world’s largest uranium producer and based in Canada. According to the US Nuclear Regulatory Commission, this is the first time in 17 years that such a petition has been filed. Petitions filed regarding this uranium mine application were filed by Debra White Plume, Oglala Lakota from Pine Ridge, SD; Owe Aku (Bring Back the Way), a grassroots nongovernmental organization; Joe American Horse, Oglala Lakota, and the Slim Buttes Land Use Agricultural Cooperative of Pine Ridge, SD; Tom Cook, Mohawk of Chadron, Nebraska; and Bruce MacIntosh of the Western Nebraska Resources Council. Each petitioner determined their standing issues (their right to file an intervention according to the regulations of the Nuclear Regulatory Commission) and contentions (reasons why they oppose the license application) and attached affidavits supporting their standing and contentions. Debra White Plume and Owe Aku legal counsel is attorney Bruce Ellison, and attorney David Frankel is legal counsel for Tom Cook, Joe American Horse and Bruce MacIntosh and their respective organizations. Expert testimony to support our theory that there is a mixing of the aquifers comes from Dr. Lagarry, the local expert in the field. The night before the hearing, we were provided with a key document by Southwest Research & Information Center (www.sric.org <http://www.sric.org/) - which was a November 8, 2007 letter from the Nebraska Department of Environmental Quality (NDEQ) to CBR that their request for an aquifer exemption is unacceptable because it failed to be site-specific and failed to include recent research including research from our expert Dr. Lagarry. The night before the hearing, we emailed opposing counsel the LaGarry summary and told them that we wanted to stipulate to argue the mixing of the aquifers first at the outset of the hearing and that we intended to make a motion to that effect at the outset of the hearing. When we got there, attorney Frankel brought copies of the NDEQ report for opposing counsel and asked them if they were aware of it. They said no and that they didn’t want a copy of it unless it was admitted into evidence. The Chief Judge called the hearing to order, on the record, and Frankel moved for changing the order of the argument; we had argument from the NRC Staff and CBR opposing that and the Chief Judge Anne Young stated that she would prefer to stay on the agreed on order of the argument that they had prepared for. Frankel then moved to admit the LaGarry summary as Exhibit A in support that there is a mixing of the aquifers and to admit the NDEQ letter as Exhibit B. There was argument on that with the NRC and CBR claiming that they just received it and didn’t have a chance to review it even though they each received it in November and we were the ones who didn’t have it in our files. Ellison throughout the hearing reminded the three-judge panel that many documents had been removed from our immediate access due to the fire that burned Debra White plume’s house to the ground a few weeks ago and petitioners were still gathering documents to replace those lost in the fire. The Board took it under advisement and allowed us to refer to it during the proceeding although the Board requested briefing on the late filing under applicable regulations. Frankel read from the NDEQ letter that CBR failed to include unfavorable research that indicates that there is substantial fracturing and faults that cause a movement of water between the uranium bearing zones being mined and the High Plains Aquifer. We then argued standing of the Petitioners and the admissibility of the 6 Contentions (A-F) that we proferred. After the Standing arguments and before lunch we presented Chief Joe American Horse and Chief Oliver Red Cloud, each of which a grandson of a Chief who signed the Ft. Laramie Treaties with the US Government of 1851 and 1868. Chief American Horse, wearing a full feather headdress and formal beaded attire, introduced himself in Lakota and then in English talked about how the water is used sacredly in the sweat lodge and that prayers are made for everyone. Chief Red Cloud stated that under the treaties, all this mining was occurring in treaty territory and that as Chief of the 8 Reservations he found it interesting to sit and listen to these people arguing about what belongs to his people. The Judges called this a case of first impression several times stating that there were no applicable rules in many areas of this case. The Chief Judge invited briefing on tribal law issues, Indian law, the treaty law issues, and rights of consultation and Native American rights under religious freedom laws, trust responsibility, the UN Declaration from September 2007, mineral and water rights of the native people here, and anything else that would educate the Board on the Indigenous Peoples rights in this case. During the hearing it was revealed that there was no hearing for the recent amendment to increase CBR’s water usage from 4,500 gpm to 9,000 gpm and the Chief Judge asked the NRC Staff to brief the legal authority for granting the amendment without a public hearing. Then it was revealed that there was no public notice or hearing in connection with the transfer of the Crow Buttes NRC License to Cameco, Inc. through a series of corporate transactions in 1996-1998. CBR’s counsel opined on the record that no such hearing was required. NRC Staff counsel did not know of any requirement for such a hearing as there is in other kinds of license transfers. So the Chief Judge asked for briefing on the legal authority for allowing the transfer of the license without a public hearing. One of the Petitioners, Western Nebraska Resources Council, had sued several years ago under a Nebraska law that restricts or prohibits foreign ownership of the uranium mine and CBR convinced the state court judge that it wasn’t really a foreign company because it had a majority of directors who were US persons. Now, CBR has been renamed Cameco Resources and Cameco’s website says that Crow Buttes is 100% owned by Cameco. It was a great day in court. We got some Lakota language spoken on the record, had two Chiefs speak, got invited to focus attention on the Indigenous Rights and it became clear that this is looking to become a big opportunity to make law in this field especially re: ISL Uranium Mining. There are 14 new ISL license applications coming to NRC within the next two years. This case and the progress and troubles of the Crow Buttes Expansion and stopping the Expansion can be the turning of the tide. We also can use Amicus Briefs on any of the issues that we were asked to brief especially we can use Amicus Briefs on the Indian law issues and from other interested parties and environmental groups, it is easy to file as a non-party with a motion as to why the Brief is material to the issues raised in the case. Yesterday, in the building named for a woman who honored Crazy Horse, we sat at the table with the people and shed the light of day on what the World’s largest uranium company is doing with the help of their lawyers. Darkness receded as more light came in and by the sunset, we felt confident that we would show standing and at least one admissible contention and would therefore be able to get a hearing. The decision is expected within 45 days and is subject to reconsideration and appeals. www.bringbacktheway.com www.uraniumisnotmyfriend.com Link on the internet to access the January 16, 2008 hearing transcripts go to the Nuclear Regulatory Commission’s website and the ADAMS database to access the transcripts. Auseinandersetzung bei den Oglala Die 20-tägige Suspendierung der Oglala-Sioux-Präsidentin, Cecilia Fire Thunder von ihrem Amt hat Anfang November in South Dakota zu einer heftigen stammesinternen Auseinandersetzung geführt. Gegen Fire Thunder waren Vorwürfe wegen mehrfachen Meineids, Rechtsbeugung und versuchten Betrugs erhoben worden. Fire Thunder erklärte, die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage. “Ich werde vollständig entlastet werden”, erklärte sie vor der Presse. „Es sind die Leute, die mich loswerden wollen, die aus ihren Ämtern entfernt werden müssen. Der ganze Vorgang wäre niemals so eskaliert, wenn wir ein besseres Verwaltungssystem hätten.“ Sie bezog sich mit dieser Äußerung auf eine 1941 vom Oglala-Sioux-Tribe geschaffenen Regelung, wonach es ausreicht, daß eine einzelne Person eine Klage gegen einen gewählten Amtsträger vorbringt, der dann bis zur Klärung der Vorwürfe automatisch 20 Tage vom Amt suspendiert wird. Fire Thunder erklärte, daß eine Änderung dieser Regelung in Vorbereitung sei. Die Klage gegen Fire Thunder war am 11. August durch William Birdnecklace Tate, einen früheren leitenden Angestellten der Stammesverwaltung, eingebracht worden. Es wird vermutet, daß er von einer stammesinternen Opposition vorgeschoben, evtl. sogar bezahlt worden war. Hintergrund ist, daß Fire Thunder seit ihrer Wahl zur Oglala-Präsidentin vor knapp einem Jahr, eingehende Prüfungen der Bücher des Stammes angeordnet hat, was bei früheren Amtsträgern und Angestellten der Stammesverwaltung offenbar für Beunruhigung sorgt. „Einige Leute sagen, daß ich zuviel Staub aufwirble und ich möglicherweise Anklagen gegen bestimmte Personen erheben könnte“, erklärte Fire Thunder in Rapid City. Sie wies darauf hin, daß sie zahlreiche Akten an den Generalinspekteur des US-Innenministeriums übergeben habe. Sie wies weiter darauf hin, daß sie seit ihrem Amtsantritt feststellen musste, daß die Oglala Sioux mit mindestens 50 Millionen Dollar verschuldet sind. Zur Rückzahlung eines Teils der Schulden nahm Fire Thunder einen 38-Millionen-Dollar-Kredit von den Shakopee-Sioux auf eine Entscheidung, die ihr jetzt vorgeworfen wurde. Sie sagte dazu: „Ich habe die Schulden des Stammes geerbt. Sie datieren viele Jahre zurück. Aber seit 1997 hat es offensichtlich keine richtige Buchführung mehr gegeben.“ Inzwischen hat sich die Handelskammer der Pine Ridge Reservation hinter Cecilia Fire Thunder gestellt. Der Präsident der Handelskammer erklärte: „Wir unterstützen Fire Thunder, weil sie mit ihrer Arbeit das ökonomische Klima auf der Reservation entscheidend verbessert hat.“ Indianische Bisonherden wachsen Regelmäßig fährt der Manager der Porcupine Distrikt Ranch auf der Standing Rock Reservation (Süd Dakota) mit Besuchern in die Pärie, um ihnen die Fortschritte bei der Rückführung der Bisons auf Stammesland zu zeigen. Michael Murphy ein gebürtiger Lakota, ist stolz auf die 46 Tiere auf den Salbei- und Sweetgrass Ebenen der Reservation. Damit Iron Shield, der Vorsitzende des Bezirkrates, weist darauf hin, daß der Porcupine District den Bisonbestand vergrößern will. Er hat an die Verwaltung des Custer State Park und des Wind Cave National Parks appeliert einige ihrer Bisons abzugeben, damit die Standig Rock- Herde auf mindestens 100 Tiere anwachsen kann. Seine Bemühungen sind Teil eines langfriestig angelegten Plans, für die 200 Bewohner des Porcupine District Arbeitsplätze zu schaffen. Iron Shield hält die Zeit für günstig. In den letzten Jahren war der Preis für Bisons gefallen. Die Situation hat sich jetzt geändert. Die Preise ziehen wieder an. Ein Pfund Bisonfleisch kostet etwa dasselbe wie ein Pfund Rindfleisch. Dazu beigetragen hat die allgemeine Wirtschaftslagein den Vereinigten Staaten der auch eine mehrere Jahre dauernde Trockenheit auf den High Plains. Jetzt ist Bisonfleisch wieder gefragt, wie Iron Shield mitteilte. Bei der letzten Auktion in Bismarck haben wir den zweit höchsten Preis für unsere Bisonkälber erziehlt. Wir haben damit eingeführte Bisonzüchter und größere Rancher übertroffen. Die Bisonkälber der Standing Rock Reservation lagen bei etwas 495 Dollar pro Tier. Er rechnet mit weiteren Steigerungen." unser Land und unsere Bisons sind gesund. Ihr Fleisch ist reich an Mineralstoffen." Dazu kommt, daß die erforderlichen Investitionen und die Arbeitszeit bei der Bisonzucht wesentlich geringer sind als bei der Aufzucht von Rindern. Der direkte Vergleich ist möglich. Der Porcupine District verfügt auch über 280 Black Angus- Rinder. Michael Murphy weist darauf hin, daß die Rinder westenlich empfindlicher auf Witterungsbedingungen reagieren, mehr Fütterung benötigen und jährlich 3000 $ Tierarztkosten verursachen. Die Bisons werden einmal im Jahr einem Gesundheitstest unterworfen - und sorgen ansonsten für sich selbst. Für eine Vergrößerung der Bisonherde, ist mehr Pärieland erfordelrich. Die Standing Rock Sioux sind für Landzukäufe gerüstet. Der Stamm verfügt noch über finanzielle Reserven aus den Entschädigungszählungen für Landverluste, die aufgrund der Eindeichung des Missouri seitens der Bundesregierung gezahlt wurden. Neben der Lukrativen Zucht, die für regelmäßige Einnahmen sorgt, produziert das Bisonprogramm des Stammes Fleisch für die Bewohner des Porcupine Districts - Fleisch, das der traditionellen Nahrung der Lakota entspricht. Eine ältere Lakota Frau berichtete: " Ich wuchs in einer weißen Umgebung auf und bin früher nie einem Bison so nahe gekommen. Ich war erst so verängstigt, daß ich davonlaufen wollte, aber als der größte Bulle sich unserem Wagen näherte wurde mir klar, daß er wusste, wohin er gehörte - und ich wusste, daß ich hierher gehörte." Der zuständige Verwalter des Distrikt- Rates sagte in einem Pressegespräch:"Wir hoffen, irgendwann ein weißers Bisonkalb zu haben. Ich bin sicher, es wird kommen. Und was wir unbedingt wollen sind Tiere aus dem Yellowstone-Park- das sind die wahren letzten wilden Bisons. Die Welt soll wissen daß wir hier im Porcupine Districkt darauf warten Yellowstone Bisons zu bekommen." Weitere Kürzungen indianischer Zuschüsse möglich Indianische Beobachter in Washington erklärten Anfang des Jahres, dass es zu früh sei, Erwartungen oder Befürchtungen bezüglich weiterer Haushaltskürzungen der neuen Regierung Bush zu Lasten der Indianerreservationen zu äußern. In den vergangenen vier Jahren war es so, dass der Präsident rigorose Streichungen bei allen Sozial-, Gesundheits- und Bildungsprogrammen durchführte, worunter besonders die Indianerreservationen zu leiden hatten, während das Parlament manche dieser Kürzungen durch eigene Beschlüsse entschärfte oder teilweise sogar wieder aufhob. Es dürfte aber schon jetzt feststehen, dass um die 150 Förderprogramme im Bundeshaushalt 2006 gestrichen werden, mehr als je ein Präsident zuvor auf einmal gekürzt hat. Die Hoffnung der Indianervölker ruht daher auf den Abgeordneten, vor allem aber auf den Senatoren, die die Interessen ihrer Wahlkreise und Staaten vertreten und einen völligen Kahlschlag von Fördermitteln nicht hinnehmen werden. Angesichts von Kriegskosten in Afghanistan und im Irak, die bald die 300 Milliarden-Grenze überschreiten werden, soll in allen Sozialhaushalten gespart werden. Da der Präsident nach dieser Amtszeit nicht mehr wiedergewählt werden kann, muß er auf die Interessen einzelner Wählergruppen nur noch begrenzt Rücksicht nehmen. Entsprechend misstrauisch sind die Indainervölker. Der Vorsitzende des Senatsausschusses für Indianerangelegenheiten, John McCain, erklärte am 16. Februar, er befürchte gezielte Kürzungen der Finanzprogramme zugunsten von Indianerreservationen im Haushalt 2006. „Die Regierung“, so führte er aus, „hat stetig ihre treuhänderischen und moralischen Verpflichtungen gegenüber den Stämmen verraten.“ Er zählte mehrere fundamentale Hilfsprogramme auf, die essentiell für die Wirtschaftsförderung auf Reservationsland sind, die in den letzten Jahren ständig gekürzt wurden. Demokratische Senatoren des Ausschusses kündigten bereits an, verschiedene Regierungskürzungen indianischer Fördermittel rückgängig zu machen. Der Senator Byron Dorgan aus North Dakota erklärte, besonders die Unterstützung von Stammesschulen, aber auch zahlreiche Gesundheitsprogramme seien absolut notwendig für die Reservationen. Er fragte: „Wo setzt der Präsident seine Prioritäten?“ Die Mittel für das Bureau of Indian Affairs wurden allein im Jahr 2005 um 108 Milliarden Dollar gekürzt. Diese Kürzungen gingen vor allem zu Lasten der Wohnungsbauprogramme in den Reservationen. Der Direktor der Wohnungsbaubehörde der Oglala Sioux, James Berg, erklärte: „Selbst wenn wir noch härter arbeiten und die Mittel noch geschickter einsetzen, können wir mit dem gegenwärtigen Haushalt auf Pine Ridge keine Fortschritte machen, geschweige denn mit den noch geringeren Mitteln in 2006.“ Anti-Columbus-Day-Demonstranten siegen vor Gericht Die Staatsanwaltschaft von Denver hat Ende Januar die Anklagen gegen 8 Demonstranten, die im vorigen Jahr eine Blockade der Columbus Day-Parade organisiert hatten, niedergeschlagen. Die Angeklagten hatten argumentiert, dass die Feiern zum Columbus-Tag der inzwischen von vielen Indianervölkern aus Trotz als „Native American Day“ begangen wird Rassismus, Landdiebstahl und den Verlust von Sprache und Kultur der Indianervölker repräsentieren. Glenn Morris, einer der Angeklagten, erklärte am 23. Januar vor der Presse: „Die Niederschlagung der Anklage gegen uns ist ein großer Sieg für historische Korrektheit und für die Kraft unserer Spiritualität. Sowohl unsere Pfeife als auch unsere Trommel waren im Gerichtssaal , und ich glaube, es ist das erste Mal in der Geschichte, dass ein Song der Indianerbewegung vor Gericht gesungen wurde. Die Stadt Denver hat vollständig kapituliert. Dieser Prozeß hat belegt, dass das Erbe des Columbus-Tages lebt, beispielsweise im Diebstahl der Vertragsrechte der Shoshonen in Nevada, im Diebstahl der Gelder aus dem indianischen Treuhandfonds, in der Zerstörung indianischer Sprachen und Kultur.“ Morris ist selbst Anwalt, Vorsitzender des Instituts für Politikwissenschaft der Universität von Denver und führendes Mitglied im „American Indian Movement“ in Colorado. Er war zusammen mit 230 anderen Demonstranten darunter weitere Professoren, Pastoren und Indianern verschiedener Stämme am 9. Oktober 2004 in der Innenstadt von Denver verhaftet worden, als sie die Parade der „Sons of Italy“ blockiert hatten. Vor der Niederschlagung der Anklage hatte die Staatsanwaltschaft die Pfeifenzeremonie der Angeklagten verächtlich gemacht. Auf die Forderung der Angeklagten, statt auf eine Bibel, auf die Heilige Pfeife schwören zu dürfen, hatte der stellvertretende Staatsanwalt erwidert, sie könnten von ihm aus auch auf ein Schinkensandwich schwören, solange sie nur die Wahrheit sagten. Diese Bemerkung hatte einen offiziellen Protest der Verteidigung ausgeöst und die Staatsanwaltschaft in die Defensive gebracht. Ferner hatte der zuständige Richter deutlich gemacht, dass er nicht der Meinung sei, das städtische Gesetz gegen Herumlungerei könne gegen die Demonstranten zur Anwendung gebracht werden. Darauf basierte die Anklage. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen angekündigt, dass ihre Behörde sich für eine Verschärfung des Gesetzes gegen die Blockade öffentlicher Wege einsetzen werde. Entschädigung für Lower Brule und Crow Creek Indianer Zwei Indianervölker in Süd Dakota stellten im Februar fest das ihnen bislang eine Entschädigung für Landverluste durch einen Missouri Staudamm vorenthalten wurde. Sowohl die Lower Brule als auch die Crow Creek Sioux die beiderseits des Missouri Rivers leben, verloren in Folge der Errichtung des Staudamms nach dem Flood Control Act, von 1944 Tausende von Acres Land ihrer Reservationen. Erst 1996 und 1997 wurden Treuhandfonds eingerichtet, die beide Völker für die Landverluste und die ökonomischen Nachteile, die sie durch den Staudammbau erlitten, entschädigen sollten. Inzwischen wurden die Reservationen durch einen zweiten Stausee, den Fort Randall Damm flussabwärts überflutet. Zwar brachte die Demokratische Abgeordnete Stephanie Herseth ein Entschädigungsgesetz zugunsten beider Stämme im Kongress ein, aber die zuständige Behörde ging nach einer anderen Berechnungsformel vor. Das Resultat, so die Abgeordnete; „war unfair und nicht angemessen für beide Stämme. Das Flood-Control- Gesetz von 1944 kostete diesen Völkern weit mehr als nur Land“. Nach der neuen Berechnung hätten die Crow Creek Sioux, die bislang 27,5 Millionen Dollar erhalten haben, eigentlich 106 Millionen Dollar erhalten müssen. Bei den Lower Brule würde sich die Entschädigung von 39 auf 186 Millionen Dollar erhöhen. „Ein Ausgleich dieser zu geringen Zahlungen beduetet für diese Stämme eine enorme Verbesserung ihrer Infrastruktur“ sagte Herseth „ Es bedeutet bessere Straßen auf den Reservationen, bessere Gesundheitsversorgung, neue Schulen und es bedeutet eine Förderung de Geschäftslebens auch eine Verbesserung der regionalen Wirtschaft. Dies trifft besonders auf die Crow Creek Sioux zu, die sich seit Jahren in finanziellen Problemen befinden. Dem Stammesvorsitzenden Duane Big Eagle zufolge, drücken den Stamm über 3 Millionen Dollar Schulden. Das Buffalo Country wo sich die Crow Creek Reservation befindet, wird von der Völkszählungsbehörde der USA als der ärmste Regierungsbezirk der gesamten Nation mit eine Arbeitslosenrate von über 80 % eingestuft. Selbst das Kasino des Stammes ist zurzeit geschlossen, weil die Crow Creek nicht imstande sind, offene Rechnungen zu begleichen oder die Gehälter der Angestellten zu bezahlen. Obwohl sämtliche Schulgebäude der Crow Creek Reservation al gefährdet gelten, wurden sie nicht in den neuesten Reparatur und Neubauplan der Indianerbehörde aufgenommen. Mit der jetzt erwateten Entschädigung kann der Stamm auch hier Abhilfe schaffen. Bei den Lower Brule Sioux gibt es zurzeit mehrere Landwirtschaftliche Projekte, die durch die Ausgleichszahlungen entscheidend gefördert werden können. Die Stämme die oberhalb der Missouri Rivers beheimatet sind, verloren aller durch die Flussbegradigungen und Staudämme besonders fruchtbaren Marschländereien. Ganze Siedlungen mussten seinerzeit verlegt werden. Alte, traditionelle Dörfer versanken im Wasser. Auch in Nord Dakota und Montana haben viele Völker unter ökonomischen und kulturellen Verlusten zu leiden gehabt, nachdem Flüsse im Rahmen der Elektrizitätsgewinnung aufgestaut wurden. Die meisten dieser Stämme haben bislang überhaupt keine oder nur geringe Entschädigungen erhalten. Insgesamt wurden in den 1940er und 1950er Jahren sechs Dämme errichtet. Alte Dörfer, Friedhöfe und sakrale Plätze wurden geflutet. Erstmals wird eine Frau zum Präsident der Oglala Bei den Präsidentenwahlen der Oglala-Sioux setzte sich mit Cecilia Fire Thunder erstmals in der Geschichte des Stammes eine Frau durch. Sie siegte gegen Russell Means, der damit erneut bei seiner Bewerbung um die Stammesführung gescheitert ist. Nach Jahren der ständigen Auseinandersetzungen innerhalb des Stammesrates hatte sie versprochen, die internen Konflikte endlich zu lösen und statt der gegenseitigen Zerfleischung die wirklichen Probleme anzupacken, nämlich die Verbesserung der Ausbildung der Jugendlichen, den Schutz des Stammesgebiets und eine Vermittlung zwischen den verfeindeten Gruppen. „Wir haben kluge und fähige Menschen in der Reservation", erklärte Fire Thunder nach ihrer Wahl. „Mit ihnen können wir die Zukunft gewinnen. Die Herausforderungen sind groß." Fire Thunder führte ihren Wahlkampf nicht nur gegen andere Kandidaten, sondern vor allem gegen traditionelle Vorurteile innerhalb der Oglala-Lakota. Es gab nicht wenige Stimmen, die prinzipiell dagegen waren, daß eine Frau zum Stammesoberhaupt gewählt werden sollte. Bis zuletzt gab es Versuche, sie von ihrer Kandidatur abzubringen und sich mit dem Amt des Vize-Präsidenten zu begnügen. Die Probleme der Pine Ridge Reservation sind alt und zahlreich. Fire Thunders erstes Ziel ist es, die Verwaltung der 9 Distrikte, die bislang unkoordiniert gearbeitet hat, zu zentralisieren. Und sie wies in ihrer ersten Stellungnahme darauf hin, daß die Führer des Stammes wieder Vorbild sein sollte das heißt, alle Amtsträger der Oglala-Lakota dürften selbst weder drogen- noch alkoholabhängig sein. „Die Menschen, die uns gewählt haben, verlangen von uns einen moralisch und ehtisch einwandfreien Lebenswandel." Sie richtete eine Einladung an den neuen Senator von South Dakota, John Thune: „Rufen Sie mich an. Hören Sie sich an, was wir beabsichtigen. Kommen Sie in die Reservation und Sie werden denselben Respekt erwerben, den Daschle hier genießt." Republikaner gewinnen Mehrheit im Indianerland Nicht nur ein neuer Präsident wurde im November gewählt, auch ein Drittel der Parlamentsabgeordneten und Senatoren musste sich zur Wiederwahl stellen. Dabei gelang den Republikanern der Sieg in vielen zuvor knappen, umstrittenen Wahlkreisen. Besondere Bestürzung löste bei den Indianervölkern die unerwartete Niederlage des Senators Tom Daschle in South Dakota aus. Daschle war nicht nur Fraktionsführer der Demokraten im Senat und damit einer der einflussreichsten Senatoren, er war auch einer der wichtigsten Anwälte für indianische Belange. Obwohl es vorher eine intensive Mobilisierungskampagne in den Reservationen von South Dakota gegeben hatte, um die traditionell an Wahlen uninteressierten Indianer an die Urnen zu bringen, wurde Daschle von seinem wenig bekannten republikanischen Herausforderer John Thune geschlagen, der in seinem Wahlkampf unverhohlen gegen indianische Privilegien auf Reservationsland Stimmung gemacht hatte. Als erster äußerte sich der Vorsitzende der Cheyenne River Sioux, Harold Frazier, vor der Presse zu dem Ergebnis. Er sagte: „Wir sind enttäuscht. Als Indianer wurden wir von Daschle respektiert und vorrangig behandelt. Dieser Wechsel wird uns wieder ans Ende der Warteschlange stellen." Die neue Ausgabe des MAGAZIN FÜR AMERIKANISTIK enthält ein Interview mit dem einzigen indianischen Senator, dem Northern Cheyenne-Häuptling Ben Nighthorse Campbell, der in diesem Herbst sein Senatorenamt aufgab. Damit ist zurzeit kein gebürtiger Indianer mehr in der höchsten Kammer des amerikanischen Parlaments vertreten. Campbell, der jahrelang als einflussreicher Vorsitzender des Ausschusses für indianische Angelegenheiten amtierte, äußert sich über seine Erfahrungen in der Politik und den Wandel in den Einstellungen den Indianern gegenüber. Wachstum der Indianervölker hat sich verlangsamt In den letzten Jahrzehnten hatte es ein sprunghaftes Anwachsen der indianischen Bevölkerung in den USA gegeben. Das Innenministerium gab jetzt bekannt, daß zwischen den Jahren 2000 und 2003 die Zahl der Indianer und Eskimo um etwa 141.000 zugenommen hat. Damit hat sich der Zuwachs der eingeborenen Völker verlangsamt. Von den ca. 2 Millionen Indianern leben etwa 538.000 auf Reservationen. Die größte Reservation ist nach Angaben des Census Bureaus die der Navajo, auf der zur Zeit über 175.000 Menschen wohnen. Der US-Staat mit den meisten Indianern und Inuit ist Kalifornien mit fast 684.000, noch weit vor Oklahoma mit fast 395.000 und Arizona mit 327.500 Indianern. Der am dichtesten von Indianern bevölkerte Distrikt der USA ist Los Angeles mit 154.900 Menschen. Süd Dakota bestätigt Das Oberste Gericht von Süd Dakota hat im April 04 das Recht der Indianerstämme des Staates auf eine eigene Kriminalgerichtsbarkeit bestätigt. Der Anspruch staatlicher Gerichte , sich in Stammesgerichtsbarkeit einzumischen, wurde verneint. Nach wie vor ist es der Polizei des Staates nicht gestattet, Verhaftungen auf Reservationsland vorzunehmen. Das Verfahren entzündete sich an einem Verkehrsdelikt. Vor über einem Jahr war der Lakota-Sioux Nicholas Cummings außerhalb der Pine Ridge Reservation geblitzt worden, als er auf einer Bundesstraße mit 65 Meilen Höchstgeschwindigkeit 71 Meilen fuhr. Ein Deputy Sheriff nahm die Verfolgung auf, holte Cummings auf Reservationsland ein und verhaftete ihn mit vorgehaltener Waffe. Cummings stand offensichtlich unter Alkohol. Dieser an sich alltägliche Fallentwickelte sich zu einem Musterprozess. Zwar hatte der Deputy Sheriff über Funk die Reservationspolizei von dem Vorfall informiert und mitgeteilt, dass er Cummings nach Pine Ridge verfolgt habe, aber er verfügte weder über den Haftbefehl eines Bundesrichters noch über die Erlaubnis der Stammespolizei eine Verhaftung auf Reservationsland vorzunehmen. Die Anklage gegen Cummins wegen Alkohol am Steuer und zu schnellen Fahrens schwebt noch. Die jetzige Gerichtsentscheidung behandelte lediglich die Frage, in wieweit die Staatspolizei in die Polizeirechte und die Gerichtsbarkeit der Stämme eingreifen darf. Beide Anklagen gegen Cummings, so entschied das Gericht, seien lediglich „Vergehen“ die unter die Stammesjustiz fallen. Ferner hatte der Deputy Sheriff vor Gericht nicht eindeutig gelegen können, dass Cummings den er auf Pine Ridge festgenommen hatte, tatsächlich der Fahrer des Wagens war, den er vorher geblitzt hatte. Ob es jetzt jemals zu einer Verurteilung von Cummings kommt, ist fraglich, da das Oberste Gericht darauf hinwies, dass die Beweise des Deputy Sheriffs durch illegales Eindringen in die Reservation erbracht wurden und von daher nicht verwertet werden dürfen. Es sei unabdingbar dass jede Polizei- oder Justizbehörde des Staates vor rechtlichen Maßnahmen auf Reservationsland zunächst mit den Stämmen verhandeln und eine Zusammenarbeit erwirken müsse. Ein Sprecher der Oglala- Lakota zeigte sich nach dem Urteil geradezu begeistert.“ Wir kämpfen an allen Fronten und nur selten sehen wir unmittelbare Resultate. Aber das ist ein starker, solider Sieg. Das Oberste Gericht von Süd Dakota hat in un- zweideutiger Sprache die Souveränität der Stämme bestätigt.“ In der schriftlichen Urteilsbegründung heißt es dass „die Stammessouveränität ein Schutzschild vor der Bevormundung der Bundesstaaten“ sei. Ihre Bedeutung basiere auf der historischen Tatsache, dass früher die Bundesregierung die Stämme vor dem Eingriff der Bundesstaaten geschätzt habe und jetzt die Selbstverwaltung der Indianervölker diese Funkton übernehmen müsse. Das Gericht berief sich u.a. auch einen vergleichbaren Fall, der sich auf der Standing Rock Reservation abgespielt hatte. Auch hier war ein Mann erst auf Reservationsland verhaftet und nach Mobridge zur Aburteilung gebracht worden. Auch hier hatte das Oberste Gericht entschieden, dass sämtliche Beweise, die erst innerhalb der Reservationsgrenzen gesammelt worden waren, nicht gewertet werden dürfen. Der Anwalt der Oglala- Lakota erklärte nach dem Urteil, er hoffe, dass der Justizminister von Süd Dakota nun endlich den Versuch aufgeben werde, Stammesrechte zu ignorieren. Erf fügte hinzu“ Nachdem Stammessouveränität und- Gerichtsbarkeit in den letzten Jahren ständig gestärkt worden sind haben die Völker der Lakota und Dakota guten Grund wieder mit Vertrauen auf unser Justizsystem zu schauen.“ Nebraska verabschiedet Gesetzt für Alkoholfreie Zone Das Parlament von Nebraska hat im März ein Gesetz verabschiedet, dass im Umkreis von Indianerreservationen in einem abstand von 5 Meilen alkoholfreie Zonen schafft, - d. h. hier ist der Verkauf und Konsum von Alkohol strikt untersagt. Dieses Gesetz wurde besonders von der Oglala-Lakota Verwaltung auf Pine Ridge lebhaft begrüßt. Hier stellt der enorme Handel mit alkoholischen Getränken in der Gemeinde White Clay (Nebraska), 2 Meilen südlich der Reservationsgrenze, seit Jahren ein gewaltiges Problem dar. Jeden Tag werden in White Clay ca. 11.000 Dosen Bier verkauft meistens an Indianer von der Pine Ridge Reseration. Das neue Gesetz wird natürlich wieder den generellen Alkoholhandel noch den Alkoholismus unterbinden, darüber sind sich alle Beteiligten klar. Aber es gibt die Möglichkeit den Alkoholkonsum langfristig etwas einzudämmen. Den Ausschlag für die erfolgreiche Durchsetzung des Gesetztes gab der rätselhafte brutale Tod von zwei Lakota- Männern im Jahr 2000. Beide waren mit eingeschlagenen Schädeln auf Nebraska-Gebiet zwischen White-Clay und Pine Ridge gefunden worden- für die örtliche Polizei ist es erwiesen, dass Trunkenheit die Ursache für die Morde war. Seit Jahren haben zudem zahllose Alkoholbedingte, Verkehrsunfällen für ständigen Diskussionsbedarf gesorgt. Weiterhin kein Alkoholverkauf auf Pine Ridge Der Verkauf von Alkohol auf der Pine Ridge Reservation (South Dakota) bleibt Die Entscheidung fiel nur auf den ersten Blick leicht. Die Problematik des Alkoholismus ist eine ständige Tragik auf Indianerland. Krankheiten, zerrüttete Familien und schwere Autounfälle sind die Folge. Die Reservation raucht Geld Die Gegner des Alkoholverkaufs wiesen darauf hin, dass die finanziellen Vorteile durch die kostenintensiven Folgen des Alkoholismus nivelliert würden. Es war nicht die erste Abstimmung, des Stammesrates über die Zulassung von Alkoholhandel auf der Reservation. Schon 1964 wurde heiß darüber diskutiert, dann lehnten 23 von 28 Stammesräten die Freigabe von Alkoholgeschäften ab. 1968 gab es zeitweise eine Aufhebung des Verbots um zusätzliche Steuereinnahmen zu erhalten. 1970. mit Antritt einer neuen Stammesregierung wurde der Alkoholverkauf wieder verboten und 1983 wurde dieser Beschluss in einer allgemeinen Abstimmung der Reservationsbewohner mit großer Mehrheit bestätigt. Katastrophale Situation an Indianerschulen in South Dakota Anfang März gingen mehrere Lehrer und für das Schulwesen verantwortliche Stammesbeamte der Crow Creek Reservation im zentralen South Dakota an die Öffentlichkeit und berichteten über die katastrophalen Zustände im Schulwesen der Reservation. Der bauliche Zustand der Mittelschule auf der Reservation ist so schlecht, dass es nicht mehr lange dauern dürfte, bis der Unterricht eingestellt werden muss. Noch schlimmer sieht es in der Grundschule aus. Hier liegt bereits eine Anordnung der Brandschutzbehörde vor. Das Gebäude innerhalb von 90 Tagen entsprechend dem Feuerschutzgesetzen von South Dakota auszurüsten, andernfalls müsste sie geschlossen werden. In diesem Fall müssen die Schüler zu einer Schule außerhalb In beiden Schulgebäuden wurde Asbest verbaut, dessen Staub durch die Big Eagle griff in seiner Presseerklärung den US Präsidenten an:“ Als Bush sein Gesetzt zur Chancengleichheit aller Kinder unterschrieben hat, hat er gleichzeitig den Bildungshaushalt der Behörde für Indianerangelegenheiten um 61 Millionen Dollar gekürzt.“ Schüler, die Wasser aus den Leitungen getrunken haben, sind krank geworden. Inzwischen ist eine neue Leitung aus Fort Thompson verlegt worden. Um zu mindest für sauberes Wasser zu sorgen. Finanziert wurde das Projekt durch Spenden, u.a. vom Mdewakanton Dakota Tribe in Minnesota. Im letzten Jahr musste öfters der Unterricht unterbrochen werden, weil die baulichen Mängel eine angemessene Lehrtätigkeit nicht mehr zuließen. Der Buffalo Regierungsdistrikt auf der Crow Creek Reservation gilt heute als der ärmste Bezirk in den Vereinigten Staaten, gemessen am pro Kopf- Einkommen.
>>> Indianer Nachrichten - News <<<
in deutsch u. englisch
weitere Inforamtive Seiten zum Thema:
http://www.incomindios.ch/arbeitsgruppen/uran/index.html
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nach wie vor verboten. Mit 10 zu 2 Stimmen lehnte der Oglala- Sioux Stammesrat
die Genehmigung zum Alkoholhandel auf Reservationsland ab. Damit ist Pine Ridge inzwischen die einzige Reservation in South Dakota die Alkoholverkauf verbietet.
und eine Legalisierung des Alkoholverkaufs würde der Stammesregierung viel
Geld in die Kassen spülen.
Befürworter einer Öffnung des Handels mit alkoholischen Getränken verweisen
stets auf das Beispiel White Clay, die winzige Siedlung am Rande der Pine Ridge Reservation gleich hinter der Staatsgrenze von Nebraska. Hier werden jährlich
ca. 4 Millionen Dosen Bier verkauft fast alle an Indianer aus Pine Ridge. Dieses
Geschäft ist verlockend. Die Schatzmeisterin des Stammes erklärte, dass Alkoholproblem werde durch ein Verbot in der Reservation nicht gelöst nur verlagert. Die Dollars werden in White Clay eingenommen, während die Opfer auf Pine Ridge versorgt werden müssten. Da sei es besser, das Geld selbst zu
verdienen. Die Überwiegende Mehrheit lehnte dieses Argument ab.
In den unteren Klassen sind bereits Schlangen, Ratten und Erdhörnchen durch den Fußboden gekommen. Durch das Dach tropft bei Regen das Wasser auf die Tische der Schüler. Die Wasserleitung in den Laboratorien sind verstopft und verrostet, was zudem im Fall eines Feuers zu einen Desaster führen könnte. Im Grunde müsste das gesamte Gebäude abgerissen und neu aufgebaut werden. Aber nicht einmal für die notwendigen Reparaturen ist Geld vorhanden.
Die Crow Creek Highschool liegt nördlich von Fort Thompson der größten Gemeinde auf der Reservation. Die Außenwände werden mit Balken abgestützt,damit sie nicht in sich zusammen fallen.
der Reservation gebracht werden. Weder das Alarmsystem noch die Sprinkleranlage arbeiten noch. Viele elektrische Leitungen gelten inzwischen als nicht mehr sicher.
Bauschäden freigesetzt wird. Zudem haben sich Schimmelpilze ausgebreitet.
Das Lehrkollegium hat inzwischen viel Fantasie entwickelt, die überall im Fußboden
und im Mauerwerk auftretende Risse mit Regalen, Brettern, Tischen und anderen Möbelstücken zu verstellen. Der Vorsitzende der Crow Creek Sioux, Duane Big Eagle, erklärte vor der Presse
:“ Wir haben um Geld gebeten, aber das BIA sagt uns, es habe keines. Ein Ersatzbau würde c.a. 2,5 Millionen Dollar kosten. Das BIA sagte uns es könne allenfalls
1,5 Millionen - eher weniger - zur Verfügung stellen.“
Der Stamm der Crow Creek Sioux kann selbst kein Geld aufbringen. Er ist mit über 20 Millionen Dollar verschuldet. Auf der Reservation gibt es zur Zeit etwas 650 Schüler und Studenten aller Klassen.
Das Mittelschulgebäude stammt noch aus der Zeit, als die katholische Kirche Missionen auf allen Reservationen unterhalten hat. Es beherbergte die einzige
St. Stephans Mission und wurde 1970 dem Stamm geschenkt. Das Gebäude steht unter Treuhandverwaltung der Bundesregierung. Die Leitung hat die örtliche Bildungskommission.
Inzwischen liegen zwei Gutachten von Bauexperten vor: die Vertreter des BIA halten es für möglich, die Mittelschule zu sanieren, unabhängige Experten erklären sie zu 98 % für baufällig.
Das die Lehrer und der Stammesvorsitzende jetzt an die Öffentlichkeit ging hat seinen Grund darin, das die Crow Creek- Schulen nicht mehr auf der Liste BIA
als erneuerungsbedürftig stehen. Bis vor einem Jahr standen sie noch an erster
Stelle unter allen Indianerschulen die ersetzt werden müssen. Sollten die Schulen durch die Baubehörden geschlossen werden, fürchtet Big Eagle schwere Nachteile
für die Schüler seiner Reservation. Er wies darauf hin das der Staat South Dakota weder die Mittel noch die Fahrzeuge habe, alle Schüler in die Schulen außerhalb der Reservationen zu transportieren, und die meisten Eltern seien finanziell nicht in der Lage den Transport ihrer Kinder selbst zu bezahlen. Hinzu komme, das es in der Vergangenheit rassistische Zwischenfälle auf Schulen außerhalb der Reservationen gegeben habe, so das viele Crow Creek Sioux sich weigerten ihre Kinder auf weiße Schulen zu schicken.
Big Eagle berichtete, dass er versucht habe, hohe Beamte des BIA und Abgeordnete und Senatoren in Washington auf die Probleme im Crow Creek- Gebiet aufmerksam zu machen bislang allerdings ohne greifbares Ergebnis.
Er wies darauf hin, dass der South Dakota Senator Tom Daschle ebenso Unterstützung versprochen habe wie Senator Ben Nighthorse Campbell. Mit einiger Verbitterung bemerkte Big Eagle, das die gekürzten Mittel für Indianerschulen überwiegend in den süd- westen gepumpt wurden. Die nordwestlichen Reservationen würden von den Behörden in Washington vergessen.